Geschrieben Johann Scholz

Unverzichtbare Regeln für nutzerfreundliche Webseiten

Die Theorie über die kognitive Belastung beim Lernen wurde von John Sweller und Paul Chandler entwickelt.

Ganz grob zusammengefasst sagt diese Theorie, dass wir eine bestimmte Kapazität in unserem Gehirn haben und die Auslastung der Kapazität durch den Cognitive Load erfolgt.

Der Cognitive Load setzt sich aus 3 verschiedenen „Loads“ zusammen:

Intrinsic cognitive load – Schwierigkeit des Lernmaterials in Zusammenhang mit den individuellen Schemata z.B. wenn ich viele Schemata zum Thema Medizin besitze, ist es für mich z.B. leichter, einen medizinischen Fachtext zu verarbeiten (Experte), im Gegensatz dazu brauch ein Novize dafür länger und verbraucht mehr Kapazität, folglich ist dieser Load höher. Dieser Load ist leider nicht beeinflussbar.

Ineffective load – wie der Name sagt, ist das der ineffektive Load. Er entsteht durch schlechte Gestaltung des Lernmaterials, was dazu führt, dass mir etwas von meiner Kapazität abgezogen wird, leider unnötigerweise. Durch die Gestaltung des Lernmaterials kann man also auf diesen Load einwirken.

effective load – Das ist der „gute Load“, den es zu maximieren gilt. Er entsteht, wenn das neu erworbene Wissen mit dem vorhandenen Vorwissen verknüpft werden kann.

Wenn man diese Loads beachtet und an den gegebenen Stellen gut beeinflusst, dann kann man erreichen, dass man effektiv lernt und dabei Ressourcen bzw. Energie spart. Diese Theorie konzentriert sich vor allem auf das Lernen und auf Lernmaterial.

So sollte man zum Beispiel das Webdesign und die Inhalte einer Website auf die Erwartungen und das allgemeine theoretische Vorwissen der jeweiligen Zielgruppen abstimmen. Da jede Zielgruppe hier unterschiedlich ausfällt müssen gewisse Aspekte individuell auf das Webdesign übertragen werden. Wichtig dabei ist immer die Erkenntnis, dass sich ein Mensch Sachen nur merkt, wenn sie im Gedächtnis mit Vorwissen verknüpft werden können. Weiterhin ist es Sinn und Zweck des Webdesigns, ein Interface zu entwickeln, in welchem man sich am besten intuitiv zurechtfindet und um somit Verarbeitungskapazität zu sparen.

Geschrieben Viktoria Menzel

Leiden Sie auch unter dem „Serendipity-Effekt“ oder sind Sie eher „Lost in Hyperspace“?

Kennen Sie das auch? Sie möchten etwas Wichtiges recherchieren, eigentlich nur schnell die Post lesen oder irgendetwas anderes dringend erledigen und dann…finden Sie sich auf einer Shopping- Seite wieder, bei ihrem Lieblingsteil? Oder sind sie an einem interessanten Artikel in einem Blog hängengeblieben? Und jetzt wollen Sie so gar nicht mehr zu ihrer eigentlichen Aufgabe zurück, denn hier und dort gibt’s bestimmt grad Prozente auf das Lieblingskleidungsstück. Und schon recherchieren Sie…mit einem völlig neuen Ziel!

Keine Angst, Sie sind nicht allein! So geht es vielen und in der Fachsprache wurde dafür auch unlängst ein eigenes Wort gefunden: Der Serendipity-Effekt.

Dank dieser Bezeichnung wissen wir nun, dass es passieren kann, dass eine Zufallsentdeckung zu einem neuen Ziel wird und alles Vorherige unwichtig. Das kann noch andere Probleme mit sich bringen, zum Beispiel, dass ich mich frage, wo ich grad eigentlich bin, was ich wollte, wie ich zurückkomme, denn dann ist man hoffnungslos „lost in Hyperspace“.

Aber ist ja eigentlich auch egal, ich hab da grad so ein schickes reduziertes Teil entdeckt und muss dann mal los.

 

Geschrieben Viktoria Menzel

„Responsive Design“ Königsweg oder Holzpfad?

Wenn man heutzutage durch die Straßen geht, sieht man kaum noch jemanden ohne ein Smartphone. Früher war man schon froh, wenn man zuhause einen Computer hatte.

Und weil ein PC, ein Smartphone und alle anderen Geräte völlig unterschiedliche Anforderungen mit sich bringen, kristallisiert sich ein neuer Trend im Webdesign heraus. Das Responsive Design.

Obwohl mittlerweile zum Standard geworden bezweifeln viele die Sinnhaftigkeit. Natürlich ist es von Vorteil, dass sich eine Website an jedes Gerät anpasst. Somit werden Bedienung und Lesbarkeit verbessert. Bezüglich der Smartphones bringt es als angenehmen Nebeneffekt die Loslösung vom Appstore mit sich. Und klingt es nicht verlockend, dass keine Inhalte der eigentlichen Website dadurch verloren gehen? Nicht zu verachten ist dabei aber, dass durch diese Art des „flat“ Designs ein konsistentes Erscheinungsbild auf allen Geräten erreicht wird.

Das alles spricht eindeutig für den Einsatz von Responsive Design.

Doch auch die Gegenstimmen sollten nicht missachtet werden!

Ein großer Nachteil ist beispielsweise, dass oft die gesamte vorhandene Website überarbeitet werden muss. In diesem Punkt steigt der Aufwand gegenüber einer separaten mobilen Version. Wenn man die Website jedoch ohnehin überarbeiten möchte, bietet sich die Integration dieses Features an.

Es kann auch passieren, dass umfangreicher Inhalt einer Seite dazu führt, dass die Seite auf einem bspw. Smartphone überladen wirkt und der Nutzer so zu unnötigem Scrollen genötigt wird.

Ein weiteres großes Problem ist, dass man auf die Verbreitung von neueren Browsern angewiesen ist, da die alten Browser häufig nicht mit den Media Queries des Responsive Designs umgehen können. Außerdem ist es zwar ein Vorteil, dass kein Inhalt verloren geht, jedoch sollte man bedenken, dass der gleiche Inhalt für unterschiedliche Anforderungen zu längeren Ladezeiten führen kann.

Auch der Einbau von Bildern oder Videos kann zu Problemen führen, wenn man nicht mit entsprechenden Anwendungen dafür sorgt, dass diese sich automatisch verkleinern etc.

Zusätzlich wird der Einsatz von Flash durch die Darstellung auf Smartphones erschwert.

Es gibt aber auch schon Ansätze um Teile dieser Nachteile zu umgehen, beispielsweise können Bilder auf Smartphones nur bei Bedarf geladen werden und man kann sich bei den Inhalten einfach auf das Wesentliche konzentrieren.

Wir sehen also, dass es einige Nachteile gibt. Jedoch ist noch zu sagen, dass man sich nur auf eine Website konzentrieren muss. Im Vergleich zu einer seperaten mobilen Website sinkt also der gesamte Entwicklungs- und Pflege-/Wartungsaufwand. An dieser Stelle kann man durch das Responsive Design sogar Betriebskosten sparen.

Abschließend ist zu sagen, dass es trotz aufwendiger Überarbeitung einer Website einen beachtlichen Mehrwert mit sich bringt.

Nicht zuletzt deswegen entscheide sich die Unternehmen für das Responsive Design. Die Vorteile überwiegen die Nachteile deutlich, denn der Trend richtet sich immer mehr auf die mobilen Endgeräte aus und ohne eine solche responsive Version ins Rennen zu gehen wird mittlerweile auch von Google bemerkt und abgestraft.

Wir beraten Sie gern zu allen Fragen rund um das Thema Mobile und Responsive.

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